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LOM

Das Lösungsorientierte Malen (LOM®) ist ein ressourcen- und lösungsfokussierter Ansatz aus dem Bereich der kunst- und traumatherapeutisch orientierten Arbeit. Die Methode basiert auf lösungsorientierten sowie systemischen Denk- und Arbeitsweisen.
LOM® kann im Rahmen stabilisierender Selbsterfahrung eingesetzt werden, wenn Menschen lernen möchten, mit belastenden, als traumatisch erlebten Erfahrungen und deren Auswirkungen bewusster umzugehen. Das können sowohl einmalige, als auch länger anhaltende oder sich wiederholende Situationen gewesen sein.

Der bildgestützte Ansatz kann insbesondere dann hilfreich sein, wenn Worte schwer zugänglich sind, Erinnerungen nur vage oder sprachliche Zugänge als belastend erlebt werden. 

Im Lösungsorientierten Malen wird mit klaren Bildstrukturen und einfachen Metaphern gearbeitet. Im Mittelpunkt stehen dabei Ressourcen, Selbstwahrnehmung und Orientierung. Ein zentrales und wesentliches Merkmal des Lösungsorientierten Malens besteht darin, dass nicht mit dem expressiven Ausdruck eines bestimmten Themas gearbeitet wird, sondern mit der Wahrnehmung und dem Eindruck der neu entstandenen, klaren Bilder.

Die Arbeit mit einer Serie von Bildern kann dazu beitragen, Erinnerungen in einen größeren Zusammenhang einzuordnen und einen bewussteren Umgang mit belastenden Eindrücken zu fördern. Auf diese Weise können vereinzelte oder schwer zugängliche Erinnerungsanteile geordnet werden. Darüber hinaus ermöglicht der Malprozess die Bearbeitung nonverbaler Erinnerungseindrücke, wie Farben, Gerüche oder sensorischer Empfindungen, indem diese in einfache Bildformen überführt werden. Im Malprozess auftretende belastende Emotionen werden durch strukturierte Bildaufgaben aufgegriffen, was neue Perspektiven und Handlungsimpulse unterstützen kann. Der Fokus liegt dabei nicht auf dem Wiedererleben, sondern auf der bewussten Wahrnehmung des gegenwärtigen Erlebens. Ziel ist es, dass Erinnerungen als Teil der eigenen Lebensgeschichte wahrgenommen werden können, ohne das aktuelle Erleben überwältigend zu beeinflussen. 

Das Lösungsorientierte Malen (LOM®) wurde in den 1980er-Jahren in der Schweiz von Bettina Egger und Jörg Merz entwickelt und seither kontinuierlich weiterentwickelt. Die Methode wurde von Beginn an dokumentierend begleitet, unter anderem durch strukturierte Explorationen, Werteskalierungen sowie die Erfassung subjektiv empfundener Belastungen und zugehöriger Kognitionen.

Das Lösungsorientierte Malen LOM® beruht auf der Annahme, dass
• Bilder nicht nur Darstellungen sind, sondern mit emotionalem Erleben verknüpft sein können,
• das Gestalten neuer, als stimmig oder ordnend erlebter Bilder einen veränderten inneren Umgang mit belastenden Erfahrungen unterstützen kann,
• sich dies auf emotionale Zustände, Körperempfindungen und Selbstwahrnehmung auswirken kann.

Mit anderen Worten nutzt LOM® die visuelle Verarbeitung des Gehirns, um innere Prozesse anzuregen.